4. Juni 2026

So nennt man den Prozess, bei dem ein meist frei verfügbares Produkt langsam verschlimmbessert wird. Ziel dieser Maße ist, den User dazu zu bringen für die ehemals kostenlos verfügbare Option und Features Geld auszugeben.

Berühmt wurde dieser Begriff im Zusammenhang mit diversen Online-Portalen. Hier steht eigentlich immer ein kommerzielles Unternehmen hinter der als kostenlos startende Plattform. Hat dieser Dienst eine hinreichende Anzahl an aktiven User, versucht das Unternehmen daraus Kapital zu schlagen. Es werden neue Funktionen nur noch für zahlende User verfügbar oder ursprünglich mal verfügbare Eigenschaften werden hinter einer Bezahlschranke versteckt. Für nicht zahlende Nutzer ist das Portal jetzt schlechter nutzbar: Enshittification.

Und das kann quasi jeden Dienst treffen, bei dem ein kommerzielles Unternehmen dahinter steht. Daran erinnerte ich mich, als mir klar wurde, dass ich mittlerweile eine starker Nutzer der Proton Dienste bin. Und das wiederum wurde mir klar, als ich meinen Account bei filen.io still gelegt habe.

Filen ist ein guter Dienst, keine Frage. Aber ich bin gerade mal wieder dabei die Zahl der genutzten Dienste zu reduzieren und Accounts in dem Zusammenhang stillzulegen. Und da Proton Drive das gleiche macht wie filen, habe ich mich entschieden, einen von beiden loszuwerden. Und ich bin zufrieden mit den bereits von mir genutzten Proton Diensten. Proton zu löschen war also keine Option. Damit musste filen gehen.

Aber mit jedem Dienst, den ich lösche, bin ich natürlich anfälliger für Enshittification der von mir genutzten Sachen. Ich halte das Risiko bei Proton für gering, da sie von Anfang an Anfang ein Bezahlmodell hatten. Aber sicher kann sich da nie sein…