2026-05-30 00:00:00 +0000 UTC

Wo sind eigentlich die Bildschirmschoner hin? Als ich die Tage durch Lemmys ich_iel Gemeinschaft stöberte, kam diese Frage auf. Und ohne das es jemand so richtig bemerkt hat, sind diese kleinen Helferlein aus dem Repertoire der Standardinstallationen verschwunden.

Der Grund dafür ist einfach: Sie werden nicht mehr gebraucht, zumindest nicht auf der technischen Ebene. Auf der menschlichen Ebene ist es zumindest traurig. Es waren kleine Kunstwerke, die eine einfache Anpassungsmöglichkeit für den Desktop des Gelegenheitsnutzers darstellten.

Es gab sie in allen möglichen Varianten: Von spießigen Aquarien, über langweiligen durchlaufenden Schriftzügen bis hin zu Pop-Art-igen sich aufbauenden Röhrennetzwerk. Die Wahl des Bildschirmschoners sagte schon etwas über den Nutzer aus. Man sah schließlich während Telefonaten und (damals noch) anderen PC freien Tätigkeiten da gelegentlich hin und wollte dann auch etwas sehen, das einem gefällt.

Diese Tatsache fiel auch den Chefs dieser Welt auf und setzten durch, dass in den Büros nur Firmenlogo mit und ohne Firmenmotto als Bildschirmschoner angezeigt wurde. Dass das eine leicht kapitalistisch-faschistische Ader hat, wollte den Chefs dann aber nicht auffallen.

Und als die Bildschirmschoner schon längst technisch obsolet waren, kam Amazon die Idee wie das noch steigern konnte. Sie schalten einfach Werbung statt des nicht mehr gebrauchten Schoners auf ihre Fire-Kindle-Tablets.

Da wünscht man sich doch die spießig-langweiligen Aquarien der Windows-95-ära zurück.

2026-05-29 00:00:00 +0000 UTC

Die Zeit bringt Veränderung. Das ist ganz normal und dem Umstand geschuldet, dass Menschen Dinge tun. Und weil die Dinge sich ändern, muss man sich gelegentlich anpassen.

Dieses Anpassen bedeutet Veränderung. Das mag manchen nicht gefallen, ist aber gerade auf technischer Ebene unausweichlich. Denn auch hier – oder vielleicht gerade hier – tun Menschen Dinge und entwickeln Sachen weiter.

Nicht immer sind diese Sachen gut. Die Macher von OnlyOffice, z.B., haben seit einiger Zeit die KI tief in ihre Software integriert. Nun bin ich nur ein Gelegenheitsnutzer von Office Software, weswegen mir das nicht sofort aufgefallen ist.

Die KI-Integration in OnlyOffice ist so grundlegend, dass anscheinend nicht mal mehr die Rechtschreibprüfung ohne KI Assistent geht. Ich finde das unerträglich und so habe ich mich nach jahrelanger Zufriedenheit auf die Suche nach einem neuen Office Paket gemacht, dass ich benutzen kann.

Und so bin ich nach einer Vielzahl enttäuschender Testinstallationen beim von mir so oft geschmähten Klassiker LibreOffice gelandet. Das hat sich optisch wirklich positiv entwickelt. Und es kommt ohne KI. Das finde ich sehr sympathisch.

Ich habe also ein neues, altes Office Paket. Nicht immer müssen Veränderungen schlecht sein. Und das ist einer von mehreren Gründen, warum ich mit der konservativen Weltanschauung nicht so wirklich etwas anfangen kann.

Man wird in einem zufälligen Jahr geboren und entscheidet dann 15-20 später, dass dieser Zustand der Welt so bleiben soll und versucht den Zustand zu bewahren. Mir erscheint das wie Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen. Und in diesem Zusammenhang muss ich an eine chinesische Weisheit denken: “Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.”

Und mir erschienen Windmühlen schon immer nützlicher als Mauern.

2026-05-27 00:00:00 +0000 UTC

Der Papst hat also seine 1. Enzyklika veröffentlicht. Die 1. Immer so etwas wie ein Grundsatzprogramm des jeweiligen Papstes. Diese greift das Buzzword „KI“ auf und sorgt damit für mehr Aufmerksamkeit. Das ist gut, denn was Papst Leo XIV.  in seiner Enzyklika zu sagen hat, ist lesens-, vor allem aber diskutierenswert.

Und da fängt das Problem an, den tatsächlich hat das Ding keiner gelesen. Alle reden darüber, aber anscheinend weiß keiner, was da drin steht. So kann man häufig die Aussage lesen, Papst Leo XIV. sei gegen KI. Hier in aller Deutlichkeit: Das ist falsch!

Er stellt sich gegen die Ausbeutung des Menschen, gegen seine Vermessung und Kapitalisierung durch KI. Und er kritisiert, dass die treibenden Kräfte in diesem Bereich in der Privatwirtschaft sind. Dort entziehen sie sich der Kontrolle und Einflussnahme der Gesellschaft, so der Papst.

Er schreibt noch eine Menge anderer Dinge, aber gebt mir Zeit. Ich bin erst im 2. von 5 Abschnitten. Ich finde es aber jetzt schon ärgerlich zu sehen wie viele Menschen sich zu dieser Enzyklika äußern, ohne auch nur einen Blick drauf geworfen zu haben. Getreu dem Motto: “Ich habe keine Ahnung, aber trotzdem eine Meinung.”

Das Phänomen ist nicht neu und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass das passiert. Aber es ist trotzdem ärgerlich, denn so müssen wir Energie verschwenden, um erst mal richtig zu stellen, bevor wir überhaupt zu Thema kommen können.

Papst Leo XIV. hat begriffen, dass die technologische Revolution (im Sinne von Industrieller Revolution) rund um die KI das Potential hat, die Menschheit neu auszurichten und wir sollten (seiner Meinung nach) diskutieren, in welche Richtung wir wollen. Stattdessen “dürfen” wir unsere Energie auf so einen Bullshit verschwenden. Schönen Dank auch…

2026-05-26 00:00:00 +0000 UTC

Es kam wie es kommen musste: Der Papst hat seine 1. Enzyklika veröffentlicht. Es geht um KI und den Menschen, um Technik und Moral. Das klingt tatsächlich für mich interessant. Das möchte ich lesen. Und deswegen habe ich mich auf den weiten Weg nach vatican.va gemacht und dort die Enzyklika gesucht und gefunden.

Ich freue mich tatsächlich darauf, sie zu lesen. Es ist auch für mich das 1. Mal, dass ich eine Enzyklika lese. Aber wenn ich den Zusammenfassungen in der Presse trauen darf, dürfte da einige Denkanstöße für mich drin sein. Alleine das macht sie schon lesenswert.

Man muss natürlich bedenken, wer da schreibt. Es ist der Papst. Der sieht sich als Stellvertreter Gottes auf Erden, als Sprecher der Christenheit. Das sind Aussagen, die nicht mal von allen Christen getragen werden. Das unterstützen eigentlich nur Mitglieder der römisch-katholischen Kirche und für diese Menschen schreibt er. Wenn nicht dazu gehört und sich trotzdem angesprochen fühlt, dann ist das ok, aber man gehört nicht zur Zielgruppe.

Und wenn man Internet-Atheist mit Religionsallergie ist, dann sollte man einen großen Bogen um diesen Text machen. Das ist ein religiöser Text. Er wird alle Schlagwörter beinhalten, die solche Menschen unabhängig vom Inhalt eskalieren lassen.

Unabhängig davon gefällt mir aber das Design der Seite schon mal sehr gut. Es ist schlicht und einfach. Es erinnert durch Farbwahl und Aufmachung an ein gedrucktes Schriftstück. Es ist clever und es sieht gut aus. Ich mag das.

2026-05-21 00:00:00 +0000 UTC

Hanlons Rasiermesser besagt, dass man nicht von Bösartigkeit ausgehen soll, wenn Dummheit ausreicht. Es ist eins dieser “Internetgesetze”. Es basiert auf der Annahme, dass Menschen eher dumm als böse sind. Und neulich habe ich irgendwo gelesen, dass der IQ ja nur aussagt, wie intelligent der durchschnittliche Mensch ist und dass die Hälfte der Menschen eben nicht so schlau sind.

Mit anderen Worten: Man sollte sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass die Leute, die einem im Alltag begegnen, vielleicht nicht die schlauesten sind. Da bleibt nur zu hoffen, dass man selber zumindest durchschnittlich intelligent ist.

Aber wie ein Lehrer von mir einst so schön sagte: “Wer sich ernsthaft fragt, ob er dumm ist, kann nicht so dumm sein. Denn das erkennen der eigenen Dummheit erfordert ein Mindestmaß an Intelligenz.” Ich finde, das gibt Hoffnung…

2026-05-18 00:00:00 +0000 UTC

Seit einiger Zeit fällt mir auf, wie unglaublich viele Menschen über LLMs wie ChatGPT oder Claude reden. Sie behandeln sie sprachlich wie Lebewesen, genauer wie Menschen. So hörte ich im Übermedien Podcast wie einer der beiden Journalisten sagte, dass ChatGPT mal einen schlechten Tag habe.

Nein, ChatGPT hat keinen schlechten Tag. ChatGPT hat auch keinen guten Tag. Für so etwas braucht man ein Bewusstsein. ChatGPT hat kein Bewusst sein. Das ist ein Programm, dass auf einem Server läuft und Wahrscheinlichkeiten berechnet. Jedes Insekt ist näher dran ein Bewusstsein zu bilden und damit einen guten (oder schlechten) Tag haben zu können als ChatGPT.

ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini und wie sie alle heißen sind nur Programme, die berechnen, welches Wort am wahrscheinlichsten ist. Das sollte man sich immer in Erinnerung rufen, ansonsten läuft man Gefahr über kurz oder lang eine KI-Psychose zu entwickeln. Ja, das ist wirklich ein Ding, wenn auch ein neues.

Also seid vorsichtig da draußen. Und immer dran denken: Das ist nur ein Programm. Das hat kein Bewusstsein. Da redet keine Persönlichkeit mit dir.

2026-05-14 00:00:00 +0000 UTC

Seit einiger Zeit genieße ich wieder etwas, dass wahrscheinlich in den 80er & 90er seinen Höhepunkt hatte: Das Radio. Das Schöne daran ist das Ungeplante, das Unkomplizierte, aber auch die fehlende Wahlmöglichkeit. Man kann es anmachen, was nicht was gerade läuft. Man kann direkt in einen Song rutschen oder in eine Anmoderation des selben oder Nachrichten (ok, das lässt sich vorhersehen, wenn man auf die Uhr guckt). Einfach anmachen und hören, was kommt. In Situationen, wo es mir egal ist, was ich höre, spielt das Radio seine volle Stärke aus. Kein aussuchen müssen, kein was-höre-ich-denn-jetzt-mal.

Aber diese mangelnde Wahlmöglichkeit ist natürlich auch die Schwäche des Radios. Während ich beim Radio hören muss, was kommt, kann ich bei Spotify oder der eigenen Musiksammlung bestimmen, was ich hören möchte. Und ich kann, gerade bei der eigenen Sammlung, Werbung vermeiden.

Und so wundert es nicht, dass das Radio in den letzten Radio gelitten hat. Shoutcast, einst ein riesiger Provider einer unzahl an Internet-Radiostationen, scheint seit 10 Jahren verwaist zu sein. Icecast hat deutlich weniger Stationen mit jeweils nur 1-2 Zuhörern. Das Radio wurde durch Streaming- und Podcast-Anbieter auf ein Minimum reduziert.

Aber es ist nicht tot. Der ÖRR hält hier die Position. Und auch die großen kommerziellen Radiosender wie Antenne oder ffn leben noch. Selbst mein Liebling ByteFM mit seinem pseudo-genossenschaftlichen Finanzierungsansatz lebt noch. Es gibt weniger Auswahl als früher, aber wenn man will, dann findet man etwas. Und so hat das Radio momentan wieder einen Platz in meinem Tagesablauf bekommen, denn tatsächlich komme ich mit Radio kurz nach dem Aufstehen besser in den Tag. Und alleine schon das macht es wertvoll für mich.

2026-05-12 00:00:00 +0000 UTC

Das Samsung Galaxy A25 ist ein schönes Gerät. Für das Geld bekommt man tatsächlich gute Qualität. Ich habe damals ~200€ bezahlt. Ich bin völlig zufrieden mit dem Gerät. Völlig? Nein, leider nicht ganz. Leider kommt das gute Gerät nicht nur mit allerlei technischen Schnickschnack, den ich nicht brauche, sondern auch mit einem ganzen Arsch voll vorinstallierter Äpps. Und die wirst du nicht los. Die sind fest geklöppelt im Image. Und dann wurde Trump US Präsident und machte meine datenschutztechnischen Bauchschmerzen bezüglich Android dann noch größer.

Und seit Jahresanfang überlege ich, ob ich nicht auf eine Alternative umsteigen soll. Zuerst dachte ich an ein neues Gerät, so etwas wie das Fairphone. Aber mein Handy ist noch keine 2 Jahre alt. Das finde ich übertrieben. Also kein neues Gerät. Man kann ja auch nur das Betriebssystem austauschen. Und damit wären wir bei /e/OS. Die behaupten nämlich, dass man ihr System auf mein A25 bekommt. Das wäre immer noch ein Android, aber hin nicht mehr direkt von Google und ohne die bescheuerten Samsung Apps.

Wenn im Winter mein Handy die Garantie verliert, dann werde ich wohl in die heiße Phase gehen und da etwas anderes als Android installieren. Bis dahin werde ich mich schlau lesen, welche Optionen ich denn genau habe. Es gibt ja nicht nur /e/OS, sondern noch GrapheneOS und afair Lineage…

2026-05-10 00:00:00 +0000 UTC

Es ist der Sonntag des 33. Spieltags der 1. Fußball-Bundesliga (M). Und da ich ein Gefallen an dem Konferenzradio der Sportschau gefunden habe, dachte ich: “Das kannste dir ja geben.” Aber ein Blick auf den Spielplan brachte dann Ernüchterung. Durch meine lange Fußball Abstinenz hatte ich schon vergessen, welches verdammte Griefertum der Fußball-Sonntag geworden ist:

BuLi am Sonntag

3 Spiele an 3 verschiedenen Uhrzeiten! Ich war so wie so schon überrascht, dass heute gespielt wird. Früher™ war das nämlich so, dass die letzten beiden Spieltage alle Spiele am Samstag um 15:30 stattfanden.

Und heute? Naja, Dinge verändern sich, so weit ist das klar. Das muss man nicht immer gut finden. Auch das ist klar. Aber das hier ist schöner Mist. Und jaja, ich weiß. Das wurde alles schon mal gesagt. Lass’ mich in Ruhe Frust ablassen, ja? 😉

Ich meine, da gewinnt doch keiner. Niemand guckt 3 Spiele hintereinander. Und Spiele einzeln gucken, konnte und kann man auch, wenn die zeitgleich stattfinden. Und wer zum Fick will denn Köln gegen Heidenheim gucken? Doch nur ein paar verstrahlte Kölner, die vergessen haben, dass der 1. FC kein Eishockey spielt. Solche Spiele nimmst du in ein Konferenzschaltung mit, aber doch nicht einzeln!

Was soll’s? Es hat schon, wie gesagt, jeder was dazu gesagt. Und ich jetzt auch. Kein Erfahrungsgewinn hier für dich. Sorry! Wir verlieren halt alle durch diese Spieltagszersplitterung. 😁

2026-05-06 00:00:00 +0000 UTC

Ich spiele mit dem Gedanken, hier ein paar Java Script Spielereien einzubauen. Einfach nur, um das hier ein klein wenig auf zu peppen und weil ich es kann. ;)

Das Ding ist halt, dass ich möchte, dass das hier mehr ist als nur eine Seite die stumpf Texte anzeigt. Ja, das soll sie auch machen, aber schön wäre, wenn ich da noch das gewisse Etwas einbauen könnte. Dazu muss ich aber irgendetwas geschehen lassen und da das hier statisch ist, muss ich das beim Besucher machen. Ergo JavaScript!

Da muss ich aber noch 1 oder 2 Nächte drüber schlafen.

2026-05-03 00:00:00 +0000 UTC

Eine meiner liebsten Anekdoten ist die vom Ei des Kolumbus. Es geht dabei im Kern lösungsorientiertes Denken und “thinking outside the box” wie es im Englischen so schön heißt. Hier ist kreatives Denken der Schlüssel zum Erfolg. Das Gegenteil davon ist der gordische Knoten. Hier ist die einfachste Lösung, rohe Kraft, die einzige praktikable Lösung. Beide Geschichten haben gemein, dass hier einfache Lösungen der Weg zum Erfolg sind.

Das ist etwas, das sehr viel später als KISS-Prinzip (“Keep It Simple, Stupid!”) in der Programmierung Einzug erhält. Auch hier neigen Menschen dazu, ein Problem zu überdenken. Und dann sollte man sich an das Ei des Kolumbus erinnern: Es muss nicht schön sein. Es muss funktionieren. Keep It Simple, Stupid.

2026-05-01 12:40:44 +0200 CEST

Es ist 1. Mai, die Sonne scheint, alle sind draussen und feiern. Und was mache ich? Ich sitze hier und schraube an meiner DIY-Seite. Das macht mir tatsächlich mehr Spaß. Hier ist alles handgemacht. Naja, fast. 😉

Das Bootstrap Framework hilft mir, damit ich eine sauberere Seite bekomme. Und Hugo, damit das deployen leichter wird. Aber der Rest ist von mir. Es ist nicht viel, aber es ist meins. Und das mag ich.

Achja, das Archiv ist hiermit aktiv. Und das heißt, dass der nächste Schritt sein sollte, den RSS Feed wieder online zu bringen. Ich habe das mal überflogen und es sollte nicht so dramatisch sein, aber wie immer steckt der Teufel im Detail. Ich halte euch auf dem Laufenden…